1.000 Stettiner Juden waren die ersten auf reichsdeutschem Gebiet, die von den Nationalsozialisten ins nun besetzte Polen deportiert wurden

Szczecin

Szczecin (Photo credit: zkvrev)

Die Synagoge zu Stettin wurde 1938 bei den Novemberpogromen zerstört.

1939 wurde durch die Eingemeindung der Städte Altdamm und Pölitz sowie weiterer 36 Gemeinden Groß Stettin geschaffen. Die rund tausend Stettiner Juden waren die ersten auf deutschem Gebiet, die von den Nationalsozialisten ins nun besetzte Polen deportiert wurden: am 12. Februar 1940 erfolgte ihre Verhaftung im ganzen pommerschen Regierungsbezirk Stettin.[9] 1944 richteten Bombenangriffe des Bomber Command der Royal Airforce große Schäden an, denen die Altstadt inklusive des Hafengebiets zu 90 Prozent,[10] das übrige Stadtgebiet zu 70 Prozent zum Opfer fielen. Am 26. April 1945 wurde Stettin von der Roten Armee erobert.

Nach Kriegsende war der genaue Verlauf der Demarkationslinie zwischen der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und den unter polnische Verwaltung gestellten deutschen Gebieten im Stettiner Raum noch unklar, so dass die Sowjetunion zunächst davon absah, das westlich der Oder gelegene Stettin den polnischen Behörden zu übergeben, und in der Stadt eine neugebildete deutsche Verwaltung einsetzte, zunächst ab dem 2. Mai 1945 unter Erich Spiegel als Bürgermeister, der am 26. Mai 1945 durch den KPD-Politiker Erich Wiesner abgelöst wurde. Am 5. Juli 1945 wurde Stettin jedoch – unter Bruch bestehender alliierter Vereinbarungen, die einen Grenzverlauf „unmittelbar westlich von Swinemünde und von dort die Oder entlang bis zur Einmündung der westlichen Neiße“[11] vorsahen, die Oder-Neiße-Linie – von der sowjetischen Besatzungsmacht an Polen übergeben und von diesem in Szczecin umbenannt. Gleichzeitig erfolgte die Ablösung der deutschen Stadtverwaltung unter Absetzung des Bürgermeisters Wiesner, und es begann die Ansiedlung von Polen, die mit der Vertreibung der deutschen Zivilbevölkerung einherging. Stettin wurde als Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft und unter Reaktivierung von Industrie, Bildungseinrichtungen etc. wiederaufgebaut. Der Hafen wurde erst 1955 von der Sowjetunion in polnische Verwaltung übergeben.

1970 wie 1980 kam es zu Arbeiterunruhen, und neben Danzig wurde Stettin zur Keimzelle der Gewerkschaftsbewegung Solidarność. 1972 machte die katholische Kirche Stettin zum Bistumssitz. Am 27. Mai 1990 wurde die erste demokratische Kommunalwahl durchgeführt. 1999 wurde Stettin im Zuge einer Verwaltungsreform Hauptstadt der neuen Woiwodschaft Westpommern.

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5 Kommentare zu “1.000 Stettiner Juden waren die ersten auf reichsdeutschem Gebiet, die von den Nationalsozialisten ins nun besetzte Polen deportiert wurden

  1. Pingback: You gonna die | MetalFeline

  2. Please delete that link to my poem. It has nothing to do with this article. It is good that you like my poem, but I do not wish for it to be linked with political events and so on. I hope you understand.

      • Why are you imagining that ? I’m none of these, and I don’t even care anyway.
        I said that because I wrote that poem when I was bored (or angry after someone, I don’t remember, and that’s not important anyway). It has nothing to do with anything on your post. I just call it a poem, that was written using my own personal feelings. Nothing else involved.

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